‘Betriebsbesichtigung in Begleitung von 20 Flüchtlingen: Gisela Dell von der Migrationssozialberatung „Diakonisches Werk des Kirchenkreises Plön-Bad Segeberg GmbH“ am 19.Juli in Daldorf.“

29.07.2016

Flüchtlinge besuchen Jorkisch

Ausbildung, Arbeit, Sprache und Holz waren die Themen

Angenehm harziger Holzduft lag in der Sommerluft, flinke Gabelstapler-Fahrer beladen blaue Jorkisch-LKWs, Holzwaren soweit das Auge reicht auf dem 13 Hektar großen Gelände - das und noch vieles mehr konnten rund 20 junge Migranten aus dem Irak, Syrien, Afghanistan und dem Iran bei Ihrer Betriebsbesichtigung beim Holzimporteur und Großhändler Jorkisch in Daldorf erleben.
Inhalt des Termins in Daldorf war: Migranten die Arbeitsweise eines deutschen Unternehmens nahe zu bringen und parallel aufzuzeigen, welche beruflichen Perspektiven es für Flüchtlinge in dem Daldorfer Unternehmen gibt.

Wie arbeiten die Menschen in einem agilen Wirtschaftsbetrieb, welche Aufgaben bestimmen hier den Tagesablauf? Welche Arbeitsperspektiven und auch Ausbildungsvarianten bieten sich hier überhaupt? Diese Fragen standen im Mittelpunkt des Austausches, der von Dolmetschern hilfreich unterstützt wurde. Unter der Betreuung von Gisela Dell von der Migrationsberatung des Diakonischen Werkes des Kirchenkreises Plön & Bad Segeberg GmbH lernten die sehr interessierten Flüchtlinge, dass Arbeitskräfte aus dem Ausland zweifelsfrei gebraucht werden und sie eine relle Chance auf dem Arbeitsmarkt haben; sie stellten zugleich aber auch fest, dass die deutschen Berufe sich in vielen Punkten zu denen, die Sie aus Ihrer Heimat kennen unterscheiden.

Die Ausbilder bei Jorkisch für den gewerblichen Bereich, Gerd Kästle und Dennis Möller, erklärten die Arbeits – und Ausbildungsmöglichkeiten auf dem Lager innerhalb des Daldorfer Betriebes – Fachkraft für Lagerlogistik, Fachlagerist und Holzmechaniker. Bei der ausführlichen Betriebsbesichtigung durch den Lagermeister Thorsten Primke ergab sich die Möglichkeit zu vertiefenden Fragen. „Um den Arbeitsbereich einmal konkret zu erleben und sich auszuprobieren, sind natürlich Praktika möglich“ bietet Geschäftsführer Jorkisch den Flüchtlingen an. Die Voraussetzung, um eine Ausbildung erfolgreich zu absolvieren, ist das Beherrschen der deutschen Spache, machten Gisela Dell und Bernd Jorkisch unisono deutlich. Da eine Ausbildung für die jungen Flüchtlige sowieso erst ab 2017 in Frage kommt, haben die Migranten die Möglichkeit sich während eines Jahres entsprechend zu qualifizieren. Bei Getränken und Kuchen wurde viel gefragt und diskutiert – Holz ist toll, wurde dabei oft festgestellt.